Sommer mit Baby: So schützt du dein kleines Wunder vor Hitze und Sonne
- Bianca Schacks
- 7. Aug.
- 4 Min. Lesezeit
Hallo, liebe Mama,
Ich bin Bianca, Kinderkrankenschwester mit langjährige Erfahrung mit fundiertem Wissn und deine Begleiterin auf dem Weg durch die Elternschaft. Der Sommer ist da und mit ihm diese wunderbare Zeit, die wir mit unserem Baby im Freien verbringen können! Aber ich kenne das Gefühl nur zu gut: Während wir uns auf warme Sonnentage freuen, schleichen sich auch diese typischen Mama-Sorgen ein. Ist es nicht zu heiß für mein Baby? Wie schütze ich die zarte Haut vor der Sonne? Welche Kleidung ist die richtige?
Keine Sorge – ich habe alle wichtigen Infos für dich zusammengestellt, damit ihr den Sommer entspannt und sicher genießen könnt!

Hitzeschutz & die richtige Kleidung: So bleibt dein Baby cool
Die heißesten Stunden clever umgehen
Vermeide es, zwischen 11 und 16 Uhr rauszugehen – das ist mein wichtigster Tipp! In dieser Zeit ist die UV-Strahlung am stärksten und die Hitze oft unerträglich für unsere Kleinen. Plane eure Ausflüge stattdessen für den frühen Morgen oder den späten Nachmittag. Das ist nicht nur sicherer, sondern auch viel angenehmer für euch alle!
Leichte Kleidung: Weniger ist mehr (aber mit Köpfchen!)
Baumwolle oder Leinen sind im Sommer deine besten Freunde! Diese natürlichen Materialien sind:
Atmungsaktiv und lassen die Haut atmen
Saugfähig bei kleinen Schweißperlen
Angenehm weich auf der empfindlichen Babyhaut
Leicht zu waschen
Setze auf helle Farben, die die Sonnenstrahlen reflektieren. Dunkle Kleidung heizt sich nur unnötig auf – und das wollen wir vermeiden!
UV-Kopfbedeckung: Niemals ohne!
Ein Hut mit breiter Krempe und Nackenschutz ist ein absolutes Muss. Auch im Schatten ist ein Hut wichtig, denn die UV-Strahlung kann von Wasser, Sand und hellen Flächen reflektieren. Achte darauf, dass der Hut fest sitzt, aber nicht zu eng ist. Ein Kinnriemen verhindert, dass er ständig abgezogen wird!
UV-Schutzkleidung: Der beste Freund deines Babys
Ziehe deinem Baby bei Sonnenkontakt UV-Schutzkleidung an – besonders, wenn ihr längere Zeit draußen seid. Diese spezielle Kleidung:
Blockt bis zu 98 % der UV-Strahlung
Ist auch nass noch wirksam (perfekt für Wasserspiele!)
Gibt dir als Mama ein sicheres Gefühl
Ist oft schnelltrocknend und bequem
Investiere gerne in gute UV-Schutzkleidung, denn es ist eine Anschaffung, die sich wirklich lohnt!

Sonnenschutz: Dein Baby richtig vor UV-Strahlung schützen
Die goldene Regel für Babys unter einem Jahr
Direkte Sonne vermeiden: Babys unter einem Jahr sollten möglichst keiner direkten Sonne ausgesetzt sein. Ihre natürlichen Schutzmechanismen sind noch nicht vollständig entwickelt. Das bedeutet konkret:
Immer im Schatten bleiben
Auch im Schatten auf Schutzkleidung achten
Kurze Wege in der Sonne sind okay, aber nicht länger verweilen
Schattenplätze: Deine Oase der Ruhe
Verwende einen UV-Sonnenschirm, ein UV-Zelt oder ein UV-Sonnensegel. Aber Achtung: Der UV-Schutz nimmt von Jahr zu Jahr ab! Das Gewebe wird durch Sonneneinstrahlung, häufiges Auf- und Abbauen sowie Regen und Wind beansprucht.
Mein Tipp: Prüfe regelmäßig den Zustand deines Schattenspenders und tausche ihn bei Bedarf aus. Die Investition in einen guten UV-Schutz zahlt sich langfristig aus!
Sonnencreme: Wann und wie?
Im ersten Lebensjahr möglichst keine Sonnencreme verwenden.
Für unbedeckte Hautstellen ab dem 12. Monat eignen sich mineralische Sonnencremes mit hohem LSF (50+), möglichst ohne Duftstoffe.
Warum mineralische Sonnencreme?
Wirkt sofort nach dem Auftragen
Liegt wie ein Schutzfilm auf der Haut
Besonders verträglich für empfindliche Babyhaut
Enthält meist weniger chemische Filter
Meine Sonnencreme-Routine:
Großzügig auftragen – lieber zu viel als zu wenig!
Alle zwei Stunden erneuern (oder nach dem Schwimmen)
Nicht vergessen: Ohren, Füße, Hände und Nasenspitze
Vorher testen: Eine kleine Menge an einer Hautstelle testen

Praktische Tipps für heiße Sommertage mit Baby
Deine Sommer-Checkliste
Für unterwegs immer dabei:
Ausreichend Getränke (häufiger stillen oder Fläschchen anbieten)
Feuchte Tücher zum Abkühlen
Wechselkleidung (Babys schwitzen schnell)
Tragbarer Ventilator oder Fächer
Schattenspender für spontane Pausen
Warnsignale erkennen
Dein Baby zeigt dir, wenn es zu heiß wird:
Verstärktes Schwitzen oder sehr rote Haut
Unruhe oder vermehrtes Weinen
Trockene Windeln (Zeichen für Flüssigkeitsmangel)
Apathie oder ungewöhnliche Müdigkeit
Bei diesen Zeichen sofort handeln:
Ab in den Schatten oder ins Kühle
Kleidung lockern oder ausziehen
Viel trinken anbieten
Mit feuchten Tüchern kühlen
Bei anhaltenden Problemen den Arzt kontaktieren
Zuhause cool bleiben
Tipps für heiße Nächte:
Zimmer tagsüber verdunkeln
Ventilator indirekt aufstellen (nicht direkt auf das Baby richten)
Leichte Schlafkleidung oder nur Windel
Kühle, feuchte Tücher auf Stirn und Handgelenke
Fazit: Du machst das großartig!
Liebe Mama, ich weiß, dass all diese Regeln manchmal überwältigend wirken können. Aber weißt du was? Du hast den besten Instinkt für dein Baby! Vertraue auf dein Bauchgefühl und lass dich nicht verrückt machen.
Denk daran:
Ein bisschen Sommer-Vorbereitung macht den Unterschied
Du musst nicht perfekt sein – aufmerksam reicht völlig
Jedes Baby ist anders – finde heraus, was für euch funktioniert
Bei Unsicherheiten: Lieber einmal zu vorsichtig als zu sorglos
Der Sommer mit Baby kann wunderschön sein! Mit dem richtigen Schutz könnt ihr gemeinsam die warme Jahreszeit in vollen Zügen genießen. Du schaffst das, Mama! ☀️
Und vergiss nicht: Auch du brauchst Schutz vor der Sonne. Denn nur eine entspannte Mama kann auch ein entspanntes Baby haben.
Benötigst du weitere Unterstützung?
Manchmal reichen allgemeine Tipps nicht aus. Wenn du Fragen zum Stillen, zur Schlafberatung oder anderen Themen rund um dein Baby hast, stehe ich, Bianca Schacks, dir als zertifizierte Stillberaterin (IBCLC) und Familienbegleiterin zur Seite. Ich unterstütze dich in München, Germering und Umgebung.



